Erweiterungsbau Schulanlage Steinboden

In den letzten fünf Jahren ist die Bevölkerungszahl von Eglisau um 20% auf über 4'000 EinwohnerInnen angewachsen. Erfreulicherweise sind zahlreiche Familien mit schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen zugezogen. Dieser Umstand und die mit der Annahme des neuen Volksschulgesetzes im Jahr 2005 verbundenen Anforderungen führen zu einem erhöhten Bedarf an Schulräumen in Eglisau.

Der geplante Erweiterungsbau umfasst zur Hauptsache den Anbau von drei Kindergärten und Gruppenräume für sämtliche Schulzimmer. Das Projekt sieht den Ersatz der beiden sanierungsbedürftigen Kindergärten in Seglingen und einen zusätzlichen Kindergarten vor. Weiter sind ein zusätzliches Schulzimmer mit Gruppenraum, Therapie- und IF-Räume (IF=Integrierte Förderung), sowie zusätzliche Gruppenräume und der Ersatz bzw. die Erweiterung des Lehrpersonenbereichs mit Schulleitung nötig.

Das einberufene Preisgericht und die Schulpflege entschieden sich im Rahmen eines Wettbewerbs für das Erweiterungsprojekt Schulanlage Steinboden des Architekturbüros Hopf & Wirth aus Winterthur. Das Projekt vermag nicht nur städtebaulich und architektonisch zu überzeugen, sondern erfüllt auch die pädagogischen Anforderungen optimal. Es basiert auf einer organischen Erweiterung der bestehenden Anlage. Die zentrale Raumschicht Mehrzweckhalle, Aula, Bühne und Aussenforum bildet weiterhin das Rückgrat. Das Projekt sieht im Wesentlichen folgende Eingriffe vor:

  • Andocken der Gruppenräume an die bestehenden Klassenzimmer
  • Anfügen des neuen Lehrerbereichs westlich der Eingangshalle
  • Die östliche Erweiterung der geschichteten Raumstruktur um eine weitere Raumschicht mit den Kindergärten
  • Prüfung der Energieerzeugung für die ganze Schulanlage


Alle Schulzimmer werden gleichzeitig durch die ihnen räumlich direkt zugewiesenen Gruppenräume vergrössert. Der gesamte Lehrerbereich konzentriert sich gut auffindbar in der Nähe der Eingangshalle und wird ergänzt mit rückwärtig liegenden Archiv- und Materialräumen. Die neue Kindergartenanlage ist mit der bestehenden Hauptstruktur räumlich und betrieblich überzeugend verwoben und profitiert so direkt von den bestehenden Zentrumsräumen.  

Der Erweiterungsbau wird erst Ende des Jahres 2013 vollständig bezugsbereit sein. An der vorberatenden Gemeindeversammlung vom 3. April 2012 wird das Geschäft vorberaten und bereinigt. Die Schlussabstimmung erfolgt am 17. Juni 2012 an der Urne. Im Anschluss kann die Baueingabe gemacht werden, so dass im Januar 2013 mit den Bauarbeiten begonnen werden kann.
 
Der Baukommission steht auch zukünftig der für die Wettbewerbsvorbereitung und -durchführung verantwortliche Architekt, Herr Urs-Beat Meyer, meyer stegemann architekten, Schaffhausen als Bauherrenberater zur Verfügung. Die Schulpflege ist überzeugt, dass mit dieser fachkundigen Unterstützung und den Planungsarbeiten des Architekturbüros Hopf & Wirth, Winterthur der Bevölkerung von Eglisau im Juni 2012 ein umsichtig geplantes und gut durchdachtes Projekt zur Abstimmung vorlegt werden kann.